Förderwagen - Rumelner Bergbaustollen

Bergbau-Gedenken Zeche Wilhelmine-Mevissen Schacht Fritz Rumeln
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Förderwagen

Als im vergangenen Jahr für den deutschen Steinkohlenabbau Schicht im Schacht  war, schaut der Duisburger Westen nicht tatenlos zu. Die umtriebigen  Zeiten von Rheinpreußen, Diergardt und Mevissen sind zwar seit  plus/minus 50 Jahren vorbei, doch die Erinnerung lebt. So entstehen zwei  schmucke Open-Air-Stollen. Einer wird in Bergheim (22. September),  einer in Rumeln-Kaldenhausen (29. September) zur Erinnerung an die Zeche  Wilhelmine-Mevissen/Schacht Rumeln eingeweiht.
Dann am 21. Dezember 2018 vor dem Denkmal Rumeln der geschichtsträchtige letzte Schnaps des Arbeitskreises Bergbau-Gedenken. Derweil renoviert Dagmar Hartmann  den historischen Standort „Futterkrippe am Markt“, den sie ab 2. Mai  2019 als „Rumelner Dorfküche“ betreiben wird. Auf den Tischen liegen  Briketts als Speisekartenhalter, Ex-Bergmann Walter Stärk  besorgt seltene Utensilien von unter Tage. Eine 124 Jahre alte  schlag­wet­ter­geschützte Benzinlampe von Friemann & Wolf (Zwickau),  ein Grubentelefon von Funke + Huster aus Herne, ein RAG-Helm mit  Batterie-Lampe… Die Gaststätte zeigt sich als kleine Zechen-Ausstellung.
Am 30. Juni 2019 ist auf der Rückseite des Rumeln-Kaldenhausener Open-Air-Museums ein herrliches Gemälde von Heimatfreund Heinz Billen fertig. Der Zechenturm am Volkesberg plus jede Menge Natur anno 1937. Die IGBCE Rumeln-Kaldenhausen übernimmt die Kosten. Unterdessen hat die Politik im Rathaus Rheinhausen  verfügt, dass die Fußgängerampel Asterlager Straße in Höhe der  ehemaligen Diergardt-Verwaltung Bergmänner aufs Glas bekommt. Bezahlt  wird der Eyecatcher aus dem Etat zur „Pflege des Ortsbildes“.
Kaufmann Rolf Feldkamp wiederum hat mit Hilfe der  Rheinhauser Bergbausammlung nicht nur seinen REWE-Laden in Bergheim auf  Kumpel dekoriert, draußen steht eine schmucke Lore – Glück auf! Die  ehemaligen Kumpel in der Nähe liegenden Siedlung werden es gerne zur  Kenntnis nehmen.
Den Vogel aber schießt Familie Schmidt vom Nebenacker  in Rumeln ab. Material aus den Anfängen des Steinkohlebergbaus,  Form-8-Schienen, etwas Schotter, eine 1000-l-Beule, abends zur  Illuminierung schlagwettergeschützte Korblampen. An den Seiten der Lore  sind die Insignien der Bergleute zu sehen. Aber nicht etwa nur  aufgepinselt, sondern kunstvoll gefertigt aus Eisen.
Wie das alles? Jürgen Schmidt erinnert sich. Der „Hunt“ steht zuerst am  Karl-Matull-Platz in Rumeln. Da gehört er ihm, dem Obersteiger und  späteren Betriebsführer, der schon mit 14 für den Pütt ausgebildet  wurde. Irgendwie wandert das gute Stück nach Dormagen, wo Sohn und  Elektrohauer Michael mittlerweile wohnt. Seine Visitenkarte: 22 Jahre  unter Tage. Als es die Familie zurück nach Rumeln zieht, ist der  1000-l-Eimer natürlich mit im Gepäck. Der Rest funktioniert wie am  Schnürchen: Die Schmidts, unterstützt von den Nachbarn Hans-Detlev Daun  und Karl-Heinz König, wuppen jetzt im Juli das liebevoll restaurierte  Andenken auf die Schiene, bepflanzen es und laden den Arbeitskreis  Bergbau-Gedenken mit Abdullah Altun, Heinz Billen, Ferdi Seidelt und  Walter Stärk zur Übergabe.
Altun: „In Respekt vor Eurer Arbeit spendiere ich Euch gerne noch ein,  zwei Tonnen Gleisschotter.“ Billen: „Schade, dass dieses kleine  Kunstwerk nur in einer Nebenstraße steht.“ Seidelt: „Rumeln-Kaldenhausen  liebt und lebt seine Vergangenheit.“ Und Walter Stärk: „Ich bin hin und  weg, was die Schmidts da auf die Schienen gestellt haben.“ Dann wird  gegrillt und so manches Bierchen gezischt. Es ist kein Zufall, dass in  dieser Zeit ein Passant spontan zum Handy-Fotoapparat greift. Eine  Szene, die in den letzten Tagen und Wochen zum Alltag des Schmidt'schen  Vorgartens gehört. Mit und ohne vorher angeklingelt zu haben…
alle Bilder auf den Webseiten Eigentum der Rheinhauser Bergbausammlung sowie Ferdi Seidelt und Walter Stärk
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